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Predigerkirche

Kreis 1, Predigerplatz

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Nachdem sich um 1230 die ersten Dominikaner in Zürich niedergelassen hatten, begannen sie mit dem Bau eines Klosters mit romanischer Bettelordenskirche, die nicht nur für die Ordensbrüder, sondern für die Einwohner der ganzen Stadt gedacht war. 100 Jahre später, um 1330, wurde der heutige gotische Chor hinzugebaut, der entgegen der bescheidenen Grundgesinnung des Ordens von fast monumentaler Grösse geplant war. Die wirtschaftlich schlechte Lage aber verzögert den Bau des Chores, und erst 20 Jahre später wurde er fertig gestellt.

Im Zuge der Reformation wurden das Dominikanerkloster ins benachbarte Heilig-Geist-Spital integriert und die Kirche profaniert. Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde dabei vom Hochchor mit einer Mauer abgetrennt. Der Chor diente fortan als Kornlager mit fünf Zwischenböden und die Kirche als Trotte mit fünf grossen Weinpressen. Ab 1544 wurden im Parterre des Chores wieder Gottesdienste abgehalten, die um 1607 wieder ins Kirchenschiff verlegt wurden. Dieses erhielt darauf die heutige barocke Gestalt mit reichem Stuckwerk und einem Tonnengewölbe. Dabei musste der Dachstuhl erhöht werden. Um 1663 erhielt die Kirche die Strebepfeiler zur Stützung des enormen Gewichtes, das durch die Umbauten auf den Aussenmauern lastete.

Um 1803 wurde der Hochchor der Kantons- und Universitätsbibliothek - der heutigen Zentralbibliothek - zur Verfügung gestellt. Noch heute wird er vom Staatsarchiv genutzt. Als um 1887 die ehemaligen Klostergebäude einem verheerenden Brand zum Opfer fielen, griff das Feuer auf den Dachstuhl der Kirche über. Glücklicherweise konnte diese von den Flammen verschont werden. In den Jahren 1898-1900 wurde das gotische Portal durch ein einfaches Vorzeichen ersetzt und von Gustav Gull und Friedrich Wehrli der 97 hohe neugotische Turm erbaut. 1914 wurde auf dem Gelände der alten Konventsgebäude die heutige Zentralbibliothek gebaut. Die dreischiffige Kirche wurde 1960 renoviert und erhielt 1970 ihre heutige Orgel.

 

 

 


 


 

 

 

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